Heizen mit Holz – Gut fürs Klima?

Der Film geht von der aktuellen Nutzung fossiler Energien aus und weist darauf hin, dass das nicht immer so war. Früher lebten die Menschen eher klimaneutral – und heizten mit Holz. Aber ist das Heizen mit Holz wirklich klimaneutral?

Der Film geht dieser Frage nach und zeigt, wie die Pflanzen mit Hilfe der Fotosynthese Kohlenstoffdioxid binden und speichern, das dann bei Verbrennung oder Zersetzung wieder in die Atmosphäre entweicht. So entwickelt sich Schritt für Schritt auch ein Verständnis für den Kreislauf des Kohlenstoffs und die Einsicht, dass die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen dazu beitragen kann, fossile Energieträger und den in ihnen gebundenen Kohlenstoff zum Schutze unseres Klimas im Boden zu lassen. 

Der Film greift aber auch die Kritik am Heizen mit Holz auf: die Emission von Schadstoffen, die drohende Übernutzung unserer Wälder sowie die Gefährdung des Waldbodens als Kohlenstoffspeicher.  

Energie für gutes Leben?

Am Anfang geht der Film auf die fossilen Energieträger ein und macht deutlich, dass durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas, die in diesen Stoffen gespeicherte Energie freigesetzt wird. Dabei entsteht aber auch Kohlenstoffdioxid, das als Treibhausgas wirkt.

Die Folgen sind schon heute spürbar: lange Trockenphasen und Dürreperioden, ausgetrocknete Flussläufe, vertrocknete Pflanzen auf den Feldern und damit einbrechende Ernteerträge – all das gibt es nicht nur in Afrika, sondern mit zunehmender Tendenz auch bei uns.

Holz als Energieträger

Früher lebten die Menschen eher klimaneutral: Wind, Wasser und Muskelkraft trieben ihre Maschinen an. Zum Heizen, Kochen und Backen wurde Holz verwendet. Warum aber soll das Heizen mit Holz klimaneutral sein?

Der Film geht dieser Frage nach und zeigt, wie Bäume mit Hilfe der Fotosynthese die Energie der Sonne nutzen und in Form von Kohlenstoffverbindungen speichern. Beim Verbrennen von Holz wird diese Energie wieder abgegeben und Kohlenstoffdioxid entweicht in die Atmosphäre. Dabei wird nur so viel Kohlenstoffdioxid freigesetzt, wie der Baum zuvor aus der Luft gezogen hat.

Zersetzung von Holz

Belässt man abgestorbenes Holz im Wald, dann zersetzen Insekten, Bakterien und Pilze das Holz. Genau wie beim Verbrennen entweicht dabei Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre – nur eben langsamer.

Klimaneutrales Heizen?

Wenn wir Holz als Energieträger nutzen, hat das einen großen Vorteil: Wir können dadurch fossile Energieträger einsparen. Wirklich klimaneutral ist
das Verbrennen von Holz allerdings auch nicht, da durch Waldpflege, Ernte, Transport und Zerkleinerung zusätzliches Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre verlagert wird.

Klimafreundliche Holzpellets

Das traditionelle Heizen mit Stückholz wird heute durch eine verhältnismäßig neue Art des Heizens mit Holz ergänzt und oft auch ersetzt. Dabei handelt es sich um Holzpelletheizungen. Der Film zeigt die Herstellung der Holzpellets und macht deutlich, dass auch in ihnen die Energie der Sonne gespeichert ist.

Besonderen Wert legt der Film dabei auf nachhaltige Abläufe und Prozesse, die es erst ermöglichen, aus dem einstigen Abfallstoff Sägemehl einen umwelt- und klimafreundlichen Energieträger mit heimischer Wertschöpfung zu machen.

Kohlenstoffspeicher Wald

Der Film greift aber auch die Kritik am Heizen mit Holz auf. Dabei geht es unter anderem um die Humusbildung und damit die Speicherung von Kohlenstoff im Waldboden. Sie soll unter der Nutzung von Holz leiden.

Tatsächlich wird bei der Zersetzung von organischem Material nur ein sehr kleiner Teil des Kohlenstoffs langfristig im Humus gebunden. Der weitaus größte Teil entweicht dabei in die Atmosphäre. Bei einer nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes findet Humusbildung durch die Zersetzung von Falllaub und kleineren Mengen Totholz weiterhin statt.

Drohende Übernutzung unserer Wälder

Kritiker weisen insbesondere auf die drohende Übernutzung unserer Wälder hin. Sie droht vor allem dann, wenn ganze Kraftwerke mit Holz oder Holzpellets betrieben werden sollen. Teilweise werden bereits Kohlekraftwerke zur Nutzung von Holzpellets umgerüstet. Die riesigen Mengen Holzpellets dafür können in der Regel nicht lokal erzeugt werden und kommen von weither, oft auch aus Übersee. Der weite Transport verschlechtert die Klimabilanz und eine nachhaltige Forstwirtschaft ist oft nicht garantiert.

Der Film stellt klar: Holz als Energieträger kann nur dann umwelt- und klimafreundlich sein, wenn es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und für die thermische Verwertung nur Holz herangezogen wird, das sich für eine andere Verwertung nicht eignet.

Schadstoffbelastung der Luft

Schließlich geht der Film auf die Schadstoffbelastung der Luft durch das Verbrennen von Holz ein. Hier helfen Grenzwerte, die die Politik festgelegt hat und die vom Schornsteinfeger kontrolliert werden. Moderne Holz-, Hackschnitzel und Pelletheizungen unterschreiten diese Grenzwerte in der Regel deutlich.

Durch das Anbringen von Solarthermie-Kollektoren auf dem Dach oder an der Fassade eines Gebäudes kann über das Jahr betrachtet ein großer Teil (das kann mehr als die Hälfte sein) der benötigten Energie für Warmwasser und Heizung direkt von der Sonne bereitgestellt werden – ganz ohne Verbrennung, ganz ohne Schadstoffemission.

Datenblatt


Filme 1 Film‚ 7 Kapitelfilme‚ Laufzeit ca. 27 Min., Film und Kapitelfilme auch mit dt. Untertitel
Unterrichtsmaterial 86 Seiten Arbeitsblätter (interaktiv: HTML 5‚ PDF und Word)‚ 3 Niveau-Stufen‚ Infothek‚ Arbeitsblätter mit QR-Code, interaktive Wissenstests‚ ca. 99 Seiten weiteres Material‚ Kreativ-Box: 314 Dateien
Fachbereiche Biologie‚ Naturwissenschaftlicher Unterricht‚ NWA‚ Ökologie‚ Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)‚ Umwelterziehung, Naturphänomene und Technik
ZielgruppeSek. I, Sek. II, Erwachsenenbildung
Verfügbarkeitdidakt. DVD, Web-DVD, TOM 1.2
46er-Signatur46505155
55er-Signatur55505139

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Rezensionen

"Neben einem Gesamtfilm sind einzelne Filmsequenzen und umfangreiches Arbeitsmaterial (Spiele, Bilder, Lernzirkel, Einstiege) vorhanden. [...] Die Teilsequenzen des Filmes mit passenden Aufgaben und Materialien können direkt angesteuert werden [...] Besonders herauszuheben ist die Vielzahl an Arbeitsmaterialien, Informationen und Unterrichtsideen für die Lehrkraft. Die stichprobenhafte Begutachtung ergab eine ansprechende und methodisch vielfältige Gestaltung der Materialien, welche vom Niveau passend auf die Zielgruppe abgestimmt sind."

Medienbegutachtung Baden-Württemberg