
Auerhühner leben bei uns als ein Relikt der Eiszeit nur noch in den
Mittelgebirgen und im alpinen Bereich. Insgesamt gesehen ist die Zahl der
Tiere rückläufig und viele Restpopulationen kämpfen ums Überleben.
Der Film beobachtet das scheue Auerhuhn bei Balz-Brut und Aufzucht der Jungtiere
und gewährt einen Einblick in die Lebensgewohnheiten dieser faszinierenden
Raufußhühnerart.
Sehr anschaulich analysiert der Film die zahlreichen Faktoren, die zum Rückgang
des Auerhuhns beitragen. Negative Auswirkungen auf den Lebensraum durch Forstwirtschaft,
Belastungen durch Tourismus und Sport und der oft gewachsene Druck durch Beutegreifer
wirken gemeinsam meist so belastend auf die Restpopulationen, dass selbst
die verzweifelten Bemühungen einiger Wissenschaftler und Umweltschützer,
diesen Waldvogel zu erhalten, vergeblich erscheinen. Andererseits werden durch
Lebensraumgestaltung, Beschränkungen der Betretungsrechte im Wald, Verminderung
der Beutegreifer und Auswilderungsversuche durchaus positive Ergebnisse erzielt.
So konnte etwa im Harz, einem alten Auerhuhnlebensraum, eine neue Population
begründet werden, die überlebensfähig scheint.