
Damit sich der Zuschauer
in das Zeitgeschehen um 1500 einfühlen kann, beginnt der Film mit einem historischen
Teil und zeigt, wie sich die Bauern gegen die ihnen auferlegten Bürden wehren.
An die Spielszenen aus den aufflackernden Bauernkriegen schließen sich Sequenzen
erneuter Repressalien und der sich ausbreitenden Pest an. Aus dem Blickwinkel
dieser Leiden erklärt der Film die Tafelbilder des Isenheimer Altars und macht
die Intention von Auftraggeber und Künstler deutlich. Im letzten Drittel des
Films kopiert der Kunstmaler Steff Menzel den Isenheimer Altar mit Methoden,
wie sie Grünewald wahrscheinlich vor mehr als 450 Jahren anwandte. Er reibt
seine Naturfarben, stellt Kasein her und trägt lasierend
Schicht für Schicht auf die Tafelbilder auf. Auf diese Weise kann der Zuschauer
das Entstehen des Isenheimer Altars noch einmal miterleben.
Wenn diese Bilder auch schwarz-weiß sind, der Film ist selbstverständlich
farbig!